05. März 2018

Russische Außen- und Sicherheitspolitik bis 2024

Russische Außen- und Sicherheitspolitik bis 2024

Am 20. Februar 2018 lud der Russische Rat für Internationale Angelegenheiten (RIAC) zu einer Roundtable-Diskussion zum Thema „Strategien für eine russisch-europäische Partnerschaft“ nach Moskau. Im Angesicht der gegenwärtigen Krise diskutierten die Teilnehmer Szenarien für eine kooperative russische Außen- und Sicherheitspolitik bis zum Jahre 2024 – dem Ende der nun anstehenden vierten Amtszeit von Wladimir Putin.

Oliver Gnad, Gründungsgeschäftsführer des Bureau für Zeitgeschehen (BfZ), kommentierte kritisch die „Thesen zu Russlands Außenpolitik und globaler Positionierung, 2017–2024“, die der RIAC in Kooperation mit dem Moskauer Center for Strategic Research (CSR) im Herbst letzten Jahres veröffentlicht hatte. „Solange der Status der Krim unverändert ist, wird es keine wirkliche Kooperation zwischen Russland und dem Westen geben“, prognostizierte Gnad. Wie es trotz dieses Dilemmas zu einer Annäherung kommen könne, war Gegenstand einer intensiven Debatte.

Ivan Timofeev, Programmdirektor des RIAC, machte deutlich, dass der Status der Krim nicht zur Disposition stehe; Annäherung sei aber auf zahlreichen anderen Politikfeldern denkbar, etwa im Bereich Rüstungskontrolle. Auch Anton Tsvetov, Berater des CSR-Vorstands zu internationalen Fragen, verwies auf gemeinsame Herausforderungen und Bedrohungen – etwa die Zukunft der Wirtschaft angesichts einer rasant fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung.


Link zur RIAC-Internetseite (mit Livestream der Diskussion)