10. Oktober 2018

#EuropeMatters: Die Erneuerung des sozialen Vertrags für Europa

#EuropeMatters: Die Erneuerung des sozialen Vertrags für Europa

Die Beziehung zwischen der Europäischen Union (EU) und ihren Bürger*innen befindet sich derzeit an einem Wendepunkt. Der mit dem Vertrag von Maastricht (1992) geschlossene „soziale Vertrag“ droht zu erodieren: Nicht länger scheint das Europäische Projekt den Menschen auf notorische Weise ein Leben in Frieden, Sicherheit und Wohlstand auf der Basis einer nachhaltigen Lebensgrundlage zu garantieren. Unter dem Druck globaler Dynamiken und den daraus resultierenden sozialen, ökonomischen sowie ökologischen Unsicherheiten sinkt das Vertrauen in die europäischen Institutionen und ihre politischen Eliten. Gleichzeitig gewinnen Nationalismus und Populismus innerhalb des politischen Mainstreams der EU-Mitgliedsstaaten an Raum.

Die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament (Mai 2019) und die damit einhergehenden Neubesetzung der Europäischen Kommission begreift der europäische Think Tank Friends of Europe als Chance, mit dem Projekt #EuropeMatters eine Atmosphäre des Aufbruchs zu schaffen. Das Bureau für Zeitgeschehen (BfZ), in Kooperation mit Mathew J. Burrows und Roman Pable vom US-amerikanischen Think Tank Atlantic Council, begleitet das Projekt mit einer strategischen Vorausschau „Europe 2030. Towards a Renewed Social Contract.“. Die erarbeiteten Szenarien identifizieren die relevanten „Treiber“, welche die Richtung eines zukünftigen Europas bestimmen könnten. Damit unterstützt das BfZ sowohl Pascal Lamy, den ehemaligen Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) und EU-Kommissar für Außenhandel, als auch die Projektinitiatoren Friends of Europe.

Die Projektergebnisse von #EuropeMatters bilden die inhaltliche Grundlage des diesjährigen Runden Tischs State of Europe (11. Oktober 2018, Brüssel, Programm). Auf der Basis der vom BfZ mitentwickelten Zukunftsszenarien (co-)kreieren hochrangige Wirtschaftsvertretungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und politische Entscheidungsträger*innen, darunter EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Handlungsempfehlungen für die zukünftige EU-Führung zur Gestaltung eines Europas bis in das Jahr 2030.


#EuropeMatters - Europe 2030 towards a renewed social contract?