26. Oktober 2021

Internationales Labor für Strategische Vorausschau: Frieden und Sicherheit in der Straße von Taiwan und im Chinesischen Meer

Internationales Labor für Strategische Vorausschau: Frieden und Sicherheit in der Straße von Taiwan und im Chinesischen Meer

In den letzten Jahren haben die Spannungen im Süd- und Ostchinesischen Meer erheblich zugenommen. Mit dem Machtantritt von Xi Jinping im Jahr 2013 vollzog China einen Kurswechsel in seiner Außen- und Sicherheitspolitik und ist deutlich selbstbewusster geworden. Anzeichen für diesen Politikwechsel sind massive Erhöhungen der Militärausgaben, der heftig umstrittene Bau von Militäranlagen auf den Spratly-Inseln, Maßnahmen zur Infragestellung des Status quo von Hongkong als Sonderverwaltungszone der VR China und eine härtere Rhetorik gegenüber Taipeh.

Mit Donald Trump im Weißen Hauses erreichten die Beziehungen zwischen den USA und China den tiefsten Stand seit Anfang der 1970er Jahre, was nicht nur zu einem Handelskrieg bisher unbekannten Ausmaßes führte, sondern auch zu einer militärischen Machtdemonstration in der Region. Gleichzeitig sind auch die Beziehungen Pekings zu anderen regionalen Akteuren – Australien, Japan, Vietnam, dem Vereinigten Königreich als Hüter des Sonderstatus von Hongkong u.a. – denkbar kompliziert. Unter der Führung von Joe Biden hat Washington einen klareren Weg eingeschlagen und versucht, sich mit der EU und anderen regionalen Akteuren zusammenzuschließen, um den Einfluss Pekings einzudämmen und seinen selbstbewussten Gebaren entgegenzuwirken. Von einem neuen Kalten Krieg zu sprechen ist wieder zum Mainstream geworden.

Unter der Leitung des German Marshall Fund of the United States (GMF) und GMF-Senior Fellow Dr. Oliver Gnad, Geschäftsführer des Bureaus für Zeitgeschehen (BfZ), hat eine handverlesene Gruppe internationaler Experten verschiedene Perspektiven kombiniert, um eine Reihe von „What-if“-Szenarien für Frieden und Sicherheit in der indopazifischen Region zu entwerfen. Im Laufe von drei Workshops formulierte die Gruppe zentrale Annahmen zu Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Straße von Taiwan und im Chinesischen Meer – und stellte sie in Frage. Das Ergebnis dieses Prozesses sind acht inspirierende Szenarien, die sich um drei Cluster herum entwickeln:

 

PRC-Taiwan Relations

  • Beijing’s Window of Opportunity is closing: What if Taipei and Washington start testing Red Lines?
  • The Arc of History is bending towards Beijing: What if China embarks onto military adventurism?

 

Regional Security

  • Xi’s Mare Nostrum: What if Beijing announces an Air Defense Identification Zone in the Spratlys?
  • Chip Wars: What if China gears up economic warfare?
  • Fragile Paramount Leadership: What if Xi Jinping’s power within the CCP starts fading?

 

Geostrategic Environment

  • Dragon & Bear Scenario: What if Russia and China move towards a deepened partnership?
  • Catch me if you can: What if China agreed to arms control negotiations?
  • Obsolescence of Hard Power: What if non-kinetic threats become the new normal?

 

Wenn Sie daran interessiert sind, mehr über die möglichen Zukünfte des Indopazifiks im Jahr 2030 zu erfahren, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen wir die vollständigen Ergebnisse dieses Prozesses nicht online veröffentlichen.