02. April 2019

Mit „Strategischer Vorausschau und Szenario-Planung“ in den höheren Auswärtigen Dienst

Mit „Strategischer Vorausschau und Szenario-Planung“ in den höheren Auswärtigen Dienst

In dem vierzehnmonatigen Vorbereitungsdienst für Nachwuchsdiplomat*innen hat sich das vom Bureau für Zeitgeschehen (BfZ) angebotene Modul zu „Strategischer Vorausschau und Szenario-Planung“ mittlerweile als fester Bestandteil etabliert.

Die Szenario-Methode sensibilisiert für Schlüsselfaktoren grundlegenden Wandels, für ungenutzte Potenziale, für Stolperfallen – und eröffnet damit Perspektiven, die für die zukünftige Gestaltung deutscher Außenpolitik von hoher Bedeutung sind. In dem eintägigen Workshop „Perspektive 2030: Die Arktis als geostrategische Region“ (01. Februar 2019, Berlin) entwickelten die angehenden Diplomat*innen Zukunftsbilder für die Nordpolarregion.

Der Workshop beleuchtet die steigende geostrategische Bedeutung der Arktis durch den Klimawandel: Der Rückgang der Eisflächen eröffnet neben der Möglichkeit neue Seehandelsrouten zu erschließen, potentiellen Zugang zu den dort vermuteten enormen Gas- und Ölvorkommen. Das wachsende Interesse der großen Mächte USA, China und Russland an der Region birgt das Risiko, die Arktis zu einem weiteren Konfliktschauplatz mutieren zu lassen. Dies hätte nicht zuletzt Auswirkungen auf die Sicherheit Europas.