07. März 2020

Strategische Vorausschau spielend gemeistert

Strategische Vorausschau spielend gemeistert
© Bureau für Zeitgeschehen.

“Was jenseits unserer Vorstellungskraft liegt, kann auch nicht vorausgesehen werden”, so formuliert es der US-amerikanische Futurist Peter Schwartz. Kurz: Es fällt uns schwer über eine Zukunft nachzudenken, die die Vergangenheit nicht einfach linear fortschreibt. Um die Vorstellungskraft unser Workshop-Teilnehmenden anzuregen, setzen wir – maßgeschneidert auf die Anforderungen der Auftraggeber*innen – neuerdings verstärkt auf spielerische Methoden.

So feierten wir im Rahmen der langfristigen Begleitung der Think-Lab-Reihe der Robert Bosch Stiftung („Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen“) die Premiere eines vom Bureau für Zeitgeschehen konzipiertes Brettspiels, das sich mühelos an die für den Workshop passgenaue „Persona-Methode“ koppeln ließ: In drei Arbeitsgruppen simulierten die teilnehmenden Expert*innen individuelle Gesundheitssituation fiktiver Personen im Jahr 2030. Die Protagonisten waren der siebenjährigen Maximilian, der mit dem Skateboard verunglückt ist; Fatma aus Syrien, die unter Bauchschmerzen leidet und den 81-jährigen Friedemann, bei dem Darmkrebs diagnostiziert ist.  Die einzelnen Stationen innerhalb des Gesundheitssystems im Jahr 2030, inklusive etablierter Innovationen und wesentlicher Hürden, wurden mit Hilfe des Brettspiels simuliert. Das faktische „Durchlaufen“ des Gesundheitssystems ermöglichte die Identifizierung von konkreten Maßnahmen und Reformen aus Sicht der Patient*innen. So kamen alle Arbeitsgruppen zu tragfähigen Handlungsoptionen und soliden Risikoabschätzungen für eine bedarfsgerechte, den Menschen in Deutschland zugewandte Gesundheitsversorgung der Zukunft.

Die Ergebnisse der Brettspiel-Simulation werden im Rahmen eines von der Robert Bosch Stiftung organisierten Bürgerdialogs diskutiert. Details zum vierten Workshop der Think-Lab-Reihe finden sich in unseren Neuigkeiten und im Newsletter der Robert Bosch Stiftung wieder.