29. März 2022

Szenarioarbeit zum Krieg in der Ukraine

Szenarioarbeit zum Krieg in der Ukraine
©Max Kukurudziak via Unsplash

Seit Beginn des Jahres arbeitet das Bureau für Zeitgeschehen (BfZ) mit einem Netzwerk von Expert*innen des German Marshall Fund of the United States (GMF) zusammen, um mögliche Szenariopfade für die dynamische und hochkomplexe Situation in der Ukraine zu entwickeln. Was als proaktive Übung zur Skizzierung von Eskalations- bzw. De-eskalationsszenarien und zum Denken in plausiblen What-if-Welten begann, erwies sich als relevanter denn je, als der Kreml Ende Februar seinen kriegerischen Angriff auf das Nachbarland startete.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sind wir nun dabei, eine produktive Interaktion zwischen den Expert*innen und politischen Planungsstäben anzuregen, um verschiedene Szenarien zu diskutieren und politische Antworten in Echtzeit mit einem Konsortium von GMF-Fellows aus der ganzen Welt zu entwerfen. Ziel des Projekts ist es, Entscheidungsträger*innen in westlichen Hauptstädten zu ermöglichen, den schmalen Grad zu balancieren maximalen Druck auf Putin auszuüben und gleichzeitig zu verhindern, dass die Welt in eine unkontrollierbare Eskalationsspirale abgleitet. Dabei werden auch Fragen und Möglichkeiten für eine stabile Nachkriegsordnung als Teil der Szenarioarbeit berücksichtigt.

Um den öffentlichen Diskurs zu informieren und mitzugestalten, werden die Teilnehmenden unter anderem Artikel veröffentlichen, in denen die politischen Auswirkungen der verschiedenen Szenarien analysiert werden. Zum Beispiel ist Michael Kimmage bereits in mehreren Artikeln in Foreign Affairs mit Liana Fix darauf eingegangen. Die Verlinkungen finden sich im Folgenden: